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Situation der Wildkatze in Europa


 

Rückgang in Europa



In Europa gilt die Wildkatze entsprechend den IUCN-Kategorien für Rote Listen (2001) als nicht gefährdet. Allerdings wird die Hybridisierung mit der Hauskatze als ein wesentlicher Faktor für den Rückgang der Populationen gesehen. In manchen Ländern gibt es sehr große Populationen, die sogar im Wachsen begriffen sind, in anderen Ländern ist die Wildkatze stark gefährdet, ausgestorben oder die Populationen schwinden.
Betrachtet man die Nachbarländer Österreichs so zeigt die Situation in Deutschland ein vergleichsweise erfreuliches Bild. Der Bestand wird auf 1.700 bis 5.000 Tiere geschätzt. Während einzelne Populationen wachsen sind andere Vorkommen zunehmend durch hohe Verkehrsdichten und Landschaftszerschneidung gefährdet. Die Hauptverbreitungsräume liegen in Südwest- und Mitteldeutschland und sind voneinander weitgehend isoliert.
Die Wildkatze kommt auch in Italien, Slowenien, Ungarn und der Slowakei in relativ stabilen Populationen vor. Sie fehlt allerdings im Nachbarland Tschechien. Auch hier gilt sie als ausgestorben. Auswilderungsversuche im Böhmerwald blieben ohne Erfolg. In der Schweiz ist die Wildkatze auf den Jurabogen beschränkt, auch hier werden neuerdings Lockstöcke eingesetzt, um das Wissen über die Verbreitung der Wildkatze zu verbessern.
Karte über Verbreitung der Wildkatze in Europa
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Verbreitung der Wildkatze in Europa (PIECHOCKI, 2001)