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Wildkatzenbeute


 

Katz und Maus - Wildkatzenbeute



Wildkatzen sind spezialisierte Jäger. Sie jagen stets einzeln, nicht wie Löwen oder Wölfe in Gruppen. Deshalb greifen sie nur Beutetiere an, die kleiner sind als sie selbst. Nach Katzenart lauern sie meist im Schutz der Nacht ihrer Beute auf, um sie dann im schnellen Angriff zu überrumpeln.

Mäuse, vor allem Wühlmäuse, sind in Mitteleuropa die Hauptbeute der Wildkatze. Besonders dann, wenn dieses "Grundnahrungsmittel" knapp wird, weichen die Wildkatzen auch auf andere Beutegruppen aus. Auf ihrem Speiseplan können - je nach Angebot - auch Kaninchen, Vögel, Eidechsen oder Frösche stehen. Hasen oder Rehkitze werden, wie Nahrungsanalysen zeigen, nur sehr selten geschlagen.

Nur in Notzeiten geben sie sich auch einmal mit Aas zufrieden. In langen Wintern mit viel Schnee brechen für Wildkatzen schwere Zeiten an. Ab einer Schneehöhe von 20 cm sind nicht nur Mäuse schwer zu erreichen. Den Wildkatzen gelingt es wegen ihres hohen "Pfotendruckes" nicht mehr, über den Schnee zu laufen; damit sind ihre Bewegungsmöglichkeiten und folglich ihr Jagderfolg eingeschränkt. Das ist der Grund, weshalb Wildkatzen in Gebieten mit anhaltend hohen Schneelagen nicht vorkommen - denn die Tiere halten keinen Winterschlaf und sind auf stetigen Jagderfolg angewiesen.


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